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Kodak stellt Insolvenzantrag

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Der Foto-Pionier Kodak hat nach einem langen Überlebenskampf einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen wolle aber weiterarbeiten, hieß es in der Mitteilung am Donnerstag. Dafür sei eine Finanzierung von fast einer Milliarde Dollar vereinbart worden, die von der Großbank Citigroup zur Verfügung gestellt werden soll. In den USA ist es nicht ungewöhnlich, dass sich Konzerne mit Hilfe des Gläubigerschutzes sanieren. Kodak hatte einst die analoge Fotografie entscheidend geprägt. Mit dem Wechsel zu digitalen Bildern kam das US-Unternehmen jedoch nie klar.

Kodak setzte vor allem darauf, ein Paket aus rund 1100 Patenten zu verkaufen, um sich das dringend benötigte frische Geld zu besorgen. Ein Deal kam jedoch trotz monatelanger Gespräche nicht zustande. Zuletzt griff Kodak mit einer Serie von Patentklagen um sich. Binnen einer Woche wurden Apple, Samsung, der Smartphone-Spezialist HTC und der Erzrivale Fujifilm verklagt. Nach Einschätzung von Experten versuchte Kodak mit den Klagen, potenziellen Kaufinteressenten die Schlagkraft seines Patent-Portfolios zu demonstrieren.

Die Erfindung des Fotofilms sowie diverser Foto- und Filmformate hatten den Konzern aus der Nähe von New York einst reich gemacht. Kodak war zudem an den Anfängen der digitalen Fotografie beteiligt, stellte 1975 bereits die erste Digitalkamera vor, und hält deswegen auch dort diverse grundlegende Patente.

Die deutsche Sektion von Kodak hat vor einigen Tagen darauf hingewiesen, dass sie eine eigenständige Gesellschaft (GmbH) sei, die nicht direkt von der Insolvenz betroffen sei. Natürlich ist man aber von den Lieferungen aus den USA abhängig. Personell hat man sich dort verschlankt und gerade neu aufgestellt.

Foto: Kodak-Entwickler Steve Sasson mit der ersten Digitalkamera, 1975

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zoom Ausgabe 2/2012

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